International feministischer Kampftag

Foto: Pavel Danilyuk von Pexel

Der heutige Tag ist der Internationale feministischer Kampftag. Diese Formulierung ist bewusst gewählt, da dieser Tag im Laufe der Jahre leider in einer weiten Bandbreite der Gesellschaft seine Bedeutung verloren hat. Dieser Tag ist der Andacht an den Widerstand gewidmet. Er dient nicht dazu Frauen* mit Blumen zu beschenken oder dergleichen sinnlose Handlungen im Namen dieses Tages. Dieser Tag entstand im Kampf für die Gleichberechtigung der Geschlechter, das Wahlrecht für Frauen* und ihrer Emanzipation.

Schon seit geraumer Zeit wird die Frau* diskriminiert und ausgebeutet. Der Grund hierfür? Ihre Existenz in einer männerdominanten Welt. Selbst jetzt im 21. Jahrhundert gibt es nur mäßigen Fortschritt, um diese Schere der Ausgrenzung zu minimieren. In den aktuellen Geschichtsbüchern gibt es so etwas wie „Geschichte der Frau“, meist nicht länger als zwei A4-Seiten. Es gibt wohl kein deutlicheres Beispiel, um zu zeigen, dass diese Diskriminierung von Anbeginn der Zeit noch präsent ist. Diese Diskriminierung baut auf ungleichen Machtverhältnissen auf, die besitzergreifende Gedanken und Handlungen von Männern* gegenüber dem anderen Geschlecht hervorrufen. Diese Machtverhältnisse sind das Motiv für die Tötung von Frauen* aufgrund ihres Geschlechtes. Überall auf der Welt werden Frauen* ermordet, weil sie sind, was sie sind.

Die Tötung eines Menschen ist nie zu entschuldigen. Jedoch ist Tötung aufgrund des Geschlechts der Frau*, auch Femizid genannt, ein weltweites Ereignis, welches es zu verhindern gilt. Denn Femizide werden meist von Menschen begangen, die im unmittelbaren Umfeld der Opfer sind, wie beispielsweise (Ex-) Partner*innen. Diese Morde werden in der Gesellschaft viel zu oft ignoriert und als alltägliche Verbrechen und Einzelfälle betrachtet. Eines der Gründe für diese Perspektive ist die mangelhafte und verzerrte Medienberichterstattung. Denn sie rapportieren meist nur in Form einer Tatsachenvergabe. Die Berichterstattung dieser Morde kann oft nicht aus einer Paparazzi-Perspektive heraus. Es ist der weiten Bandbreite der Gesellschaft nicht bekannt, dass Femizide systemische und strukturelle Verbrechen sind. Die Diskriminierung der Frauen* ist eine unsichtbar befestigte Tatsache in der Menschheit.

Der Mensch ist ein Lebewesen, das gerne in seiner Komfortzone bleibt. Und das ist die erste Antwort auf die Frage, warum es Gegner*innen der Feminismen gab und gibt. Veränderung bewirkt bei vielen Menschen Unsicherheit und eine damit einhergehende Angst. Ein beträchtlich großer Teil der Gesellschaft wehrt sich schon seit Ewigkeiten gegen das Zugestehen von Rechten und Gleichberechtigung. Insofern bleibt gesellschaftspolitischer Fortschritt ein langsamer Prozess.