Meine Beweggründe

Menschliche Zukunft

In meinem Blog positioniere ich mich – inspiriert von Johanna Dohnal – für die menschliche Zukunft als feministische Zukunft und arbeite zum Schock-Thema Femizide in Österreich. Kritisch setze ich mich mit der Medienberichterstattung auseinander, plädiere für eine sachliche Berichterstattung und spreche mit Expert*innen zum Thema. Darüber hinaus möchte ich auch die Stimme der Gesellschaft, insbesondere der jungen Generation, Platz schaffen. Außerdem ist es wichtig zu erwähnen, dass auch viele Opfer von Femiziden cis und trans Frauen sind. Um darauf aufmerksam zu machen wird die politische Schreibweise mit dem Asterisk-Stern angewendet, beispielsweise Frauen*, Leser*innen. Ich biete eine Auflistung von Anlaufstellen für Betroffene und eine Darstellung von Femiziden in Österreich, im Gedenken an die Opfer. Ihr seid nicht vergessen!

Die Nervosität des 8. März

Die Nervosität des 8. März herrschte in mir. Dieser Tag war schon immer besonders für mich. Aber dieses Jahr habe ich diesem Tag etwas mehr Bedeutung verleihen können. Ich habe meinen Traum verwirklicht und mich, wenn auch nur mit einem kleinen Schritt, für die Welt – für meine Welt – eingesetzt. Ich rede seit Jahren darüber, dass ich gesellschaftspolitisch etwas Positives bewirken will. Nachdem die Fälle von häuslicher Gewalt und die Anzahl der Femizide in Österreich stiegen, vor allem seit 2019, entschied ich mich da anzusetzen. Ich informierte mich darüber was es in anderen Ländern gibt und erkannte, dass ich eine Zeitschrift oder Webseite gründen könnte, die sich auf das Thema Femizide fokussiert. Anfangs habe ich mir das nicht zugetraut und nur vertrauten Freunden darüber berichtet. Ich habe mit ihnen diskutiert und um Input gebeten. Ich verstand allmählich, dass selbst die aktivsten Menschen, die gerne über alles diskutieren, es gerne dabei belassen. Etwas in die Tat umzusetzen, ist nicht für jedermann eine rationale Schlussfolgerung von bewegenden Gedanken. Diese Erkenntnis war zwar nachvollziehbar, aber nicht verständlich für mich. Sie hinterließ eine große Enttäuschung in mir. Fast täglich verspürte ich einen Tatendrang und trotzdem siegte die Enttäuschung, weil ich ohnehin nicht wusste, wie ich es ohne Hilfe schaffen sollte. So wie das Leben spielt, entstehen manchmal Chancen, die man sich nicht entgehen lassen kann, wenn man mutig ist. Im Sommer des letzten Jahres erhielt ich die Gelegenheit einer professionellen Förderung unter dem Namen Initiative Mutfluencer*innen. Unabhängig davon, ob ich es schaffe viele Menschen zu erreichen, bin ich sehr froh endlich die Initiative ergriffen zu haben, um etwas in Bewegung zu setzen. Ich werde mich sehr bemühen, um dieses Zeichen, das ich gesetzt habe, zu bekräftigen. Ich will von mir behaupten können es zumindest versucht zu haben, um in meiner kleinen Welt etwas zu bewegen. Ich will nicht zu den Menschen gehören, die nur sitzen und ständig – wenn auch intellektuell – darüber diskutieren etwas zu ändern und es letztendlich dabei belassen. Denn wie bereits bekannt ist: Wenn Worte zu Taten werden, werden diese zur Gewohnheit.

Foto: Rakicevic Nenad von Pexels